Mit einem Rucksack um die Welt
Mein Rucksack. Auf den ersten Blick ist er nichts Besonderes. Er ist
grau mit schwarzen Trägern und mit einigen Reflektoren versehen,
doch er hat es in sich. Er begleitet mich schon ein paar Jahre fast
jeden Tag. Er ist perfekt für die Uni geeignet, denn das Extrafach
für meinen Laptop und die gepolsterten Träger machen auch einen
langen Tag erträglich. Doch mein Rucksack ist nicht nur im Alltag
ein treuer Begleiter. Mit ihm begegnete ich freilaufenden Kühen in
den Tiroler Alpen, bestieg den "Arthur's Seat" nahe der Altstadt
Edinburghs, wo mir der Wind nur so um die Ohren schlug. Ich
transportierte große Wasserflaschen ohne Mühe durch die Wüste
während eines Kamelausritts in Ägypten und ein kleines australisches
Känguru fühlte sich in meinem Rucksack beinahe so wohl, wie im
Beutel seiner Mutter. Ich besitze keinen riesigen Wanderrucksack,
weswegen mein Exemplar auf Reisen durch einen großen Koffer
unterstützt wird, doch der bleibt im Hotel. Nur mein
Rucksack darf alle Abenteuer miterleben. Auch bei Regen weicht
mir kein Stadtplan durch, dafür sorgt der Regenschutz, der sich
schnell wieder in einer Kleinen Tasche an der Unterseite verpacken
lässt. Zum Glück ist er sehr robust, aber wahrscheinlich würde ich
ihn auch zerfetzt noch mit auf meine Reisen nehmen, anstatt mir
einen neuen Rucksack zu kaufen, denn er hat mich schon so lange treu
begleitet. Aber ich muss gestehen, ein neuer mit trendigem Design
zeugt wohl doch mehr von Urlaub als mein schwarz-grauer, eher
praktischer Rucksack.